75 Stimmen, jede Menge Begeisterung und ein bisschen Gänsehaut!
6. Workshop „Spaß mit der Stimme“ des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes mit Tristan Meister begeisterte auf ganzer Linie
Wie viel Freude gemeinsames Singen bereiten kann, wie überraschend vielseitig die menschliche Stimme ist und wie wunderbar 75 Menschen miteinander klingen können, zeigte sich am 18. Oktober 2026 beim sechsten Workshop „Spaß mit der Stimme“ des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes (OLSB). In der Sport- und Kulturhalle Lindenstruth erlebten die Teilnehmenden einen ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen musikalischen Nachmittag, der neben wertvollen Anregungen für die eigene Chorarbeit auch so manchen besonderen Klangmoment bereithielt.
Mit Tristan Meister hatte der Sängerbund einen Dozenten gewonnen, der musikalischen Anspruch, fachliche Kompetenz und ansteckende Begeisterung auf besondere Weise miteinander verband. Humorvoll, sympathisch und mitreißend führte er durch den Workshop und vermittelte dabei zahlreiche wertvolle Tipps zur Stimmbildung. Schon die abwechslungsreichen Einsingübungen machten deutlich, wie viel sich mit der eigenen Stimme entdecken und gestalten lässt. Dabei gelang es ihm mühelos, die Sängerinnen und Sänger gleichermaßen zu fordern, zu fördern und zum Lachen zu bringen.

Von besinnlich bis gespenstisch – eine musikalische Entdeckungsreise
Auch die abwechslungsreiche Liedauswahl ließ keine Langeweile aufkommen. Mit „A Maiden Most Gentle“, „Komm, Trost der Welt“, „Jingle Bells“, „Das alte Schloss“ und „The First Noel“ erarbeiteten die Teilnehmenden fünf ganz unterschiedliche vierstimmige Chorsätze. Mit großer Aufmerksamkeit, Offenheit und hörbarer Freude ließen sie sich auf die musikalischen Herausforderungen ein und entwickelten gemeinsam einen beeindruckenden Chorklang.
Für einen besonders ungewöhnlichen Höhepunkt sorgte das Stück „Das alte Schloss“. Statt eines herkömmlichen Notenbildes erwartete die Sängerinnen und Sänger eine sogenannte grafische Partitur: eine bildliche Darstellung musikalischer Abläufe, die ganz ohne klassischen Liedtext auskommt. Mit unterschiedlichsten stimmlichen Geräuschen und Klängen entstand eine faszinierende, beinahe gespenstische Klanglandschaft. Das geheimnisvolle, wunderbar unheimliche Ergebnis sorgte für Gänsehautmomente – und zugleich für jede Menge Spaß! Für die meisten Teilnehmenden war diese Art des gemeinsamen Musizierens eine völlig neue Erfahrung, die eindrucksvoll zeigte, wie vielseitig und ausdrucksstark die menschliche Stimme sein kann.
Damit die musikalischen Anregungen nicht mit dem Ende des Workshops verhallten, hatte der OLSB eigens ein Liederheft mit insgesamt 13 Chorsätzen drucken lassen. Alle Teilnehmenden erhielten ein persönliches Exemplar, das sie behalten und als wertvolle Anregung für die weitere Chorarbeit nutzen können.
Gemeinschaft und Gastfreundschaft trotz kurzfristigem Ortswechsel
Eine besondere Herausforderung galt es bereits vor Beginn der Veranstaltung zu meistern. Aufgrund der kurzfristigen Sperrung der ursprünglich vorgesehenen Halle in Saasen musste der Workshop nach Lindenstruth verlegt werden. Dank des großen Engagements des gastgebenden Gesangvereins „Eintracht“ Saasen und der unkomplizierten Unterstützung aus Lindenstruth konnte jedoch schnell eine hervorragende Alternative gefunden werden.
Die schöne Sport- und Kulturhalle bot beste Voraussetzungen für die musikalische Arbeit und eine Atmosphäre, in der sich alle willkommen und wohlfühlten. Auch die Bewirtung ließ keine Wünsche offen: Getränke, Kuchen und belegte Brötchen standen den Teilnehmenden ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Ebenso wie das eigens gedruckte Liederheft war die Verpflegung bereits vollständig im Teilnahmebeitrag von 10 bis 20 Euro enthalten.
Dass unter diesen besonderen Umständen alles so reibungslos funktionierte, war keineswegs selbstverständlich. Umso mehr Anerkennung verdienen die Verantwortlichen und Helfenden, die mit großem Einsatz, Flexibilität und herzlicher Gastfreundschaft zum Gelingen des Workshops beitrugen. Auch die Teilnehmenden bewiesen Gemeinschaftssinn, indem sie sich bereitwillig und unkompliziert auf den kurzfristigen Ortswechsel einstellten.
Musikalische Qualität, die weitergetragen wird
Mit seiner Veranstaltungsreihe „Spaß mit der Stimme“ schafft der Ohm-Lumdatal-Sängerbund eine wertvolle Möglichkeit, die Qualität des Chorgesangs in der Region nachhaltig zu fördern. Dank der freundlichen Unterstützung durch den Hessischen Sängerbund (HSB) können hochwertige Fortbildungsangebote wie dieses zu besonders teilnehmerfreundlichen Konditionen angeboten werden.
Dabei endet der Nutzen keineswegs mit dem letzten gesungenen Ton: Neue Einsingübungen, praktische Hinweise zur Stimmbildung, musikalische Anregungen und die Erfahrungen des gemeinsamen Singens werden von den Teilnehmenden in ihre eigenen Chöre und Vereine mitgenommen. So wirkt ein solcher Workshop weit über den Veranstaltungstag hinaus und trägt dazu bei, die Freude am Singen ebenso wie die musikalische Qualität in den heimischen Chören zu stärken.
Ein besonders herzlicher Dank gilt Tristan Meister für seine inspirierende, fachlich hervorragende und zugleich wunderbar unterhaltsame Arbeit. Ebenso dankt der OLSB dem Gesangverein „Eintracht“ Saasen und allen Unterstützenden in Lindenstruth für die großartige Organisation, die herzliche Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Bewirtung. Nicht zuletzt gebührt den 75 Sängerinnen und Sängern ein großes Dankeschön für ihre Offenheit, ihre Flexibilität und ihre Begeisterung.
Der sechste Workshop „Spaß mit der Stimme“ hat einmal mehr bewiesen: Wer gemeinsam singt, kann nicht nur viel lernen, sondern auch jede Menge Freude erleben – und manchmal sogar mit der eigenen Stimme für wohlige Gänsehaut sorgen!

